Getting ready – Fehler
Die fünf häufigsten Fehler beim Getting Ready
So gelingen entspannte, emotionale und wunderschöne Hochzeitsfotos
Das Getting Ready gehört zu den emotionalsten Momenten eines Hochzeitstages. Die Vorfreude steigt mit jeder Minute, die letzten Vorbereitungen laufen, Familie und Freunde sind dabei – und genau hier entstehen oft die authentischsten Bilder des gesamten Tages. Gleichzeitig passieren in dieser Phase jedoch die meisten vermeidbaren Fehler. Mit ein wenig Planung wird aus hektischem Chaos eine entspannte Atmosphäre, die nicht nur den Tag angenehmer macht, sondern auch für unvergessliche Erinnerungen sorgt.
1. Zu viele Menschen im Raum
Viele Bräute möchten ihre engsten Freundinnen, Eltern, Geschwister und manchmal sogar weitere Verwandte beim Ankleiden dabeihaben. Das ist verständlich – doch ein überfülltes Zimmer sorgt schnell für Unruhe.
Je mehr Personen anwesend sind, desto mehr Taschen, Jacken, Kaffeebecher und Gespräche füllen den Raum. Das erschwert nicht nur die Arbeit des Fotografen, sondern nimmt auch der Braut die Möglichkeit, den Moment bewusst zu genießen.
Tipp: Beschränkt euch auf die Menschen, die euch wirklich wichtig sind – meist reichen Trauzeugin, Mutter und eventuell eine weitere Person völlig aus.
2. Das Hotelzimmer oder Zuhause ist zu dunkel
Natürliches Licht ist der beste Freund jedes Fotografen. Leider finden viele Vorbereitungen in kleinen oder dunklen Räumen statt, in denen nur wenig Tageslicht vorhanden ist.
Geschlossene Vorhänge oder heruntergelassene Rollläden lassen Bilder schnell dunkel und unnatürlich wirken. Auch gelbliches Kunstlicht kann Hauttöne verfälschen.
Tipp: Öffnet alle Vorhänge und Jalousien und sucht – wenn möglich – den hellsten Raum der Unterkunft aus. Große Fenster sorgen für besonders weiches und schmeichelhaftes Licht.
3. Das Zimmer ist voller Unordnung
Der schönste Brautstrauß wirkt weniger beeindruckend, wenn im Hintergrund Koffer, Einkaufstüten, Kleidung oder Verpackungen liegen.
Auf Fotos fällt jeder Gegenstand auf. Was man während des Tages kaum wahrnimmt, kann später den Blick vom eigentlichen Motiv ablenken.
Tipp: Legt alle Taschen, Kleiderbügel, Getränkeflaschen und Verpackungen vor Beginn des Shootings in eine Ecke oder in einen anderen Raum. Ein aufgeräumtes Zimmer wirkt sofort eleganter.
4. Zu wenig Zeit eingeplant
Viele Zeitpläne sind bis auf die Minute durchgetaktet. Verzögert sich Frisur oder Make-up nur geringfügig, entsteht sofort Stress.
Dabei lebt das Getting Ready gerade von ruhigen, natürlichen Momenten. Ein Lächeln mit der Trauzeugin, ein Glas Sekt oder der letzte Blick in den Spiegel lassen sich nicht erzwingen.
Tipp: Plant mindestens 30 bis 45 Minuten Puffer ein. So bleibt genügend Zeit für spontane Situationen, emotionale Begegnungen und entspannte Fotos.
5. Wichtige Details liegen irgendwo verstreut
Ringe, Schuhe, Schmuck, Parfum, Einladungskarten oder das Gelübde sind oft über mehrere Taschen verteilt. Während alle suchen, verstreicht wertvolle Zeit.
Dabei gehören gerade diese kleinen Details zu den Bildern, die später das Hochzeitsalbum besonders persönlich machen.
Tipp: Legt alle wichtigen Accessoires bereits am Vorabend an einem Ort bereit. Der Fotograf kann sie gleich zu Beginn stilvoll arrangieren und fotografieren, während Frisur oder Make-up noch fertiggestellt werden.
Extra-Tipp vom Profi
Plant euren Fotografen bereits zum Beginn des Gettings Readys ein. Viele denken zuerst an die Trauung oder das Paarshooting. Tatsächlich entstehen jedoch oft die emotionalsten Aufnahmen lange bevor das erste Ja-Wort gesprochen wird: der stolze Blick der Mutter, das Lachen mit den Brautjungfern, das Anstecken der Manschettenknöpfe oder der Moment, in dem das Brautkleid zum ersten Mal angezogen wird. Diese Augenblicke lassen sich nicht nachstellen – sie passieren nur ein einziges Mal.
Brautmaid-Checkliste: Das sollte bereitliegen
- Brautkleid und Schleier
- Schuhe
- Schmuck
- Verlobungs- und Eheringe
- Parfum
- Einladungskarten
- Brautstrauß (falls bereits geliefert)
- Gelübde oder persönliche Briefe
- Manschettenknöpfe, Uhr und Accessoires des Bräutigams
- Ein heller, aufgeräumter Raum mit möglichst viel Tageslicht
Merke: Das Getting Ready ist weit mehr als nur das Ankleiden. Es ist der emotionale Auftakt eines unvergesslichen Tages – und oft der Moment, an den sich Brautpaare beim Betrachten ihrer Hochzeitsfotos besonders gern zurückerinnern.
