+49 176 57945551 info@brautmaid.de

Irgendwann ist sie da, die große Frage: Was kommt eigentlich alles auf den Hochzeitstisch? Teller, Besteck, Gläser – klar. Dazu Blumen, Kerzen, vielleicht Menükarten. Und plötzlich steht da so viel Zeug auf dem Tisch, dass man sich fragt, ob die Gäste eigentlich noch einen Teller brauchen oder nur einen kleinen Lageplan.

Eine gute Tischdekoration für die Hochzeit funktioniert nämlich nicht dadurch, dass möglichst viel daraufsteht. Im Gegenteil. Ein schöner Tisch hat Struktur, sieht nach etwas aus und lässt trotzdem genug Platz für das, was während einer Hochzeit ziemlich wichtig ist: Essen, Getränke, Gespräche und Menschen. Genau deshalb lohnt es sich, bei der Planung nicht nur über Farben und Blumen nachzudenken, sondern auch darüber, wie der Tisch später tatsächlich genutzt wird.

Der Tisch beginnt nicht mit der Dekoration

Bevor ihr euch Gedanken über Kerzenständer und Blumenvasen macht, solltet ihr euch den Tisch selbst anschauen. Ist er rund oder rechteckig? Gibt es lange Tafeln oder einzelne Tische? Wird eine Tischdecke verwendet oder bleibt vielleicht sogar eine schöne Holzoberfläche sichtbar? Das klingt zunächst nach Nebensache, verändert aber die gesamte Wirkung.

Eine lange Tafel verträgt beispielsweise eine durchgehende Gestaltung mit mehreren kleinen Blumenarrangements, Kerzen und einzelnen Details. Bei runden Tischen wirkt eine kompakte Mitte oft harmonischer. Und wenn die Location bereits mit schönen Holztischen arbeitet, wäre es fast schade, diese komplett unter einer Tischdecke verschwinden zu lassen. Die Tischform und das Material geben also den Rahmen vor. Die Dekoration sollte darauf reagieren und nicht dagegen arbeiten.

Teller, Besteck und Gläser: Die Dinge, die tatsächlich gebraucht werden

Der schönste Hochzeitstisch bringt wenig, wenn am Ende niemand weiß, welches Glas eigentlich für den Wein gedacht ist. Zur Grundausstattung gehören natürlich Teller, Besteck und Gläser. Welche davon tatsächlich auf dem Tisch stehen, hängt vom Menü und vom Service ab. Wird ein mehrgängiges Menü serviert, können mehrere Besteckteile und Gläser notwendig sein. Bei einem lockeren Dinner oder Buffet darf die Tischgestaltung entsprechend reduzierter ausfallen.

Beim Besteck lohnt sich eine klare Anordnung. Die klassischen Regeln sind dabei durchaus hilfreich, müssen aber nicht zum Selbstzweck werden. Gerade bei modernen Hochzeiten kann weniger durchaus besser aussehen. Nicht jedes mögliche Besteckteil muss bereits beim Empfang auf dem Tisch liegen. Was später gebraucht wird, kann vom Service nachgelegt werden. Auch bei den Gläsern gilt: lieber passend zum tatsächlichen Getränkekonzept planen, als eine komplette Glas-Ausstellung aufzubauen. Schließlich soll der Tisch elegant wirken und nicht wie die Getränkestation eines kleinen Banketts.

Blumen müssen nicht den ganzen Tisch übernehmen

Blumen gehören für viele Paare zur Tischdekoration einfach dazu. Aber auch hier gilt: Größe ist nicht automatisch besser. Besonders angenehm wirken mehrere kleinere Arrangements, die sich über den Tisch verteilen. Sie schaffen Rhythmus und lassen die Tischdekoration lebendiger aussehen. Bei langen Tafeln kann beispielsweise eine Kombination aus niedrigen Blumenarrangements und einzelnen Kerzen sehr schön funktionieren.

Wichtig ist vor allem die Höhe. Eine Blumenvase, die genau auf Augenhöhe steht, ist dekorativ – bis der Gast gegenüber etwas sagen möchte und ihr euch plötzlich wie bei einem Hindernisparcours durch die Blumen anschauen müsst. Hohe Arrangements können natürlich funktionieren, sollten dann aber so platziert und gestaltet sein, dass sie Gespräche nicht stören. Niedrige Gestecke sind deshalb für viele Hochzeitstische eine unkomplizierte Lösung.

Auch bei der Auswahl der Blumen sollte nicht nur die einzelne Lieblingsblume entscheiden. Die Tischdekoration sollte zum Stil der gesamten Hochzeit passen. Eine romantische Gartenhochzeit darf anders aussehen als eine moderne Hochzeit im Stadthotel. Entscheidend ist nicht, möglichst viele verschiedene Blumen unterzubringen, sondern ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen.

Kerzen bringen etwas ins Spiel, das Blumen nicht können

Blumen sorgen für Farbe und Form. Kerzen sorgen für Licht – und damit für eine völlig andere Stimmung. Gerade am Abend verändert warmes Kerzenlicht einen Hochzeitstisch enorm. Dafür braucht es nicht zwingend riesige Kerzenständer. Stabkerzen, kleine Windlichter oder schlichte Teelichthalter können völlig ausreichen.

Bei langen Tafeln sieht eine Mischung verschiedener Höhen oft interessanter aus als eine streng symmetrische Reihe. Gleichzeitig sollte die Dekoration nicht zu dicht werden. Schließlich müssen Gäste ihre Teller erreichen können, ohne dabei versehentlich die komplette Tischdeko mitzunehmen.

Und natürlich sollte die Location mitspielen. Offenes Feuer ist nicht überall erlaubt, manche Räume haben besondere Vorgaben. Wer echte Kerzen verwenden möchte, sollte deshalb vorher klären, was erlaubt ist. LED-Kerzen können eine Alternative sein, wenn echtes Feuer nicht möglich oder nicht gewünscht ist.

Die Papeterie macht aus einem Tisch euren Tisch

Menükarten, Namenskarten und Tischnummern sind nicht nur praktisch. Sie können einen wichtigen Teil der Gestaltung übernehmen. Eine schlichte Menükarte auf hochwertigem Papier kann beispielsweise viel eleganter wirken als zehn zusätzliche Dekorationselemente. Namenskarten können gleichzeitig als kleines Gastgeschenk funktionieren oder mit einem individuellen Detail versehen werden.

Dabei muss nicht alles aufwendig bedruckt sein. Ein handgeschriebener Name, ein kleines Etikett oder ein ungewöhnliches Format kann viel persönlicher wirken. Wichtig ist nur, dass die Papeterie nicht gegen die restliche Gestaltung arbeitet. Wenn Einladung, Sitzplan, Menükarten und Tischdekoration aus fünf verschiedenen Stilwelten stammen, wird es schnell unruhig.

Ein bisschen Persönlichkeit darf auf den Tisch

Der Hochzeitstisch muss nicht aussehen, als wäre er direkt aus einem Dekorationskatalog gefallen. Vielleicht gibt es ein kleines Detail, das zu euch gehört: eine bestimmte Farbe, ein Familienrezept auf der Menükarte, kleine Fotos, ein kurzer Satz, den nur eure Freunde verstehen, oder ein Gastgeschenk, das nicht nach klassischem Gastgeschenk aussieht, sondern tatsächlich gerne mitgenommen wird.

Gerade solche kleinen Dinge machen einen gedeckten Tisch persönlicher. Dabei ist weniger oft mehr. Wenn jeder Platz mit mehreren persönlichen Botschaften, Anhängern, Geschenken und kleinen Rahmen ausgestattet wird, bleibt vom eigentlichen Tisch irgendwann nicht mehr viel übrig. Gute Tischdekoration darf Persönlichkeit zeigen, ohne jeden Zentimeter erklären zu müssen.

Die Tischdecke ist kein Muss

Weiße Tischdecken gehören natürlich zum Klassiker. Aber eine Hochzeit muss nicht automatisch aussehen wie ein festliches Hotelbankett. Je nach Location können Leinen, Stoffservietten, Tischläufer oder einfach der sichtbare Tisch selbst die Gestaltung bestimmen. Besonders bei rustikalen, modernen oder minimalistischen Hochzeiten kann eine schöne Holzoberfläche bereits einen großen Teil der Atmosphäre liefern.

Auch Stoffservietten sind ein kleines Detail mit großer Wirkung. Sie können Farbe aufnehmen, einen Kontrast setzen oder das Farbkonzept der Hochzeit ganz unaufdringlich ergänzen. Und ja: Servietten dürfen auch einfach gut aussehen. Sie müssen nicht zwingend zur kompliziertesten Falttechnik des Internets verarbeitet werden.

Der wichtigste Test kommt, wenn alles fertig ist

Wenn die Tischdekoration steht, setzt euch einmal hin. Nicht davor. Nicht daneben. Wirklich hin. Schaut euch an, was ihr seht. Könnt ihr euch gut unterhalten? Ist genug Platz für Teller und Gläser? Stehen Blumen im Weg? Ist die Beleuchtung angenehm? Kann jemand seine Tasche irgendwo unterbringen? Und sieht der Tisch auch dann noch gut aus, wenn tatsächlich Geschirr und Essen darauf stehen?

Dieser letzte Punkt wird gerne vergessen. Ein Hochzeitstisch wird im Laufe des Abends voller. Teller kommen dazu, Gläser werden benutzt, Flaschen stehen auf dem Tisch, Brot wird gereicht, vielleicht kommen kleine Schalen oder andere Dinge dazu. Eine Dekoration, die auf einem leeren Tisch perfekt aussieht, kann mit dem eigentlichen Dinner plötzlich völlig überladen wirken.

Deshalb sollte die Tischdekoration nicht nur für das Foto funktionieren, sondern für einen ganzen Abend. Ein schöner Hochzeitstisch ist schließlich kein Stillleben, sondern der Ort, an dem eure Gäste mehrere Stunden sitzen, essen, reden, lachen und wahrscheinlich irgendwann auch ziemlich viele Gläser stehen lassen.

Was gehört nun wirklich auf einen schön gedeckten Hochzeitstisch?

Eigentlich weniger, als man zunächst denkt. Notwendig sind das passende Geschirr und Besteck, Gläser, Servietten und eine durchdachte Dekoration. Dazu können Blumen oder andere Pflanzen, Kerzen, Menükarten, Namenskarten und weitere persönliche Details kommen. Was darüber hinausgeht, ist Kür und sollte vor allem eines tun: zum Gesamtbild passen.

Ein schöner Hochzeitstisch entsteht nicht dadurch, dass jede freie Stelle dekoriert wird. Er entsteht durch ein gutes Zusammenspiel aus Farben, Materialien, Licht und ein paar Details, die bewusst ausgewählt wurden. Wenn eure Gäste noch bequem essen können, sich gegenüber anschauen können und trotzdem denken: „Wow, sieht das gut aus“, habt ihr ziemlich viel richtig gemacht.

brautmaid.de
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.