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BRAUTMAID MAGAZIN · Beauty

Getting Ready getrennt oder gemeinsam? So beginnt euer Hochzeitstag auf eure Art

Auf dem Bett liegt ein Hemd, im Bad läuft der Föhn, und irgendwo fragt jemand nach der Wimpernzange. Ihr könnt euch an diesem Morgen gegenseitig beim Fertigmachen zusehen. Oder jeder beginnt mit den eigenen Lieblingsmenschen in einem anderen Raum. Beides kann sich wunderbar anfühlen. Die Frage ist weniger, welche Variante auf Fotos besonders feierlich aussieht, sondern wie ihr die Stunden vor eurer Trauung miteinander erleben möchtet.
Braut und Bräutigam bereiten sich gemeinsam in einem hellen Hotelzimmer auf ihre Hochzeit vor.

Was ihr miteinander teilen wollt

Vielleicht gehört der gemeinsame Kaffee für euch gerade an diesem Tag dazu. Ihr kennt die Aufregung des anderen und könnt sie mit einem Blick einordnen. Zusammen fertig zu werden kann Nähe schaffen, ohne dass ständig etwas Besonderes passieren muss. Vielleicht möchtet ihr aber auch mit eurer Schwester lachen, mit einem Freund durchatmen oder beim Anziehen für euch sein. Sprecht über diese Wünsche, bevor Hotelzimmer und Stylingtermine gebucht sind. Ein getrenntes Getting Ready sagt ebenso wenig über eure Beziehung aus wie zwei Zahnbürsten vor demselben Spiegel.

Gemeinsam heißt nicht gleichzeitig am selben Waschbecken

Ein gemeinsamer Morgen funktioniert leichter, wenn genügend Platz vorhanden ist und die Abläufe zusammenpassen. Wer sitzt wann beim Styling, wer braucht das Bad, und wo kann Kleidung ungestört hängen? Ein kleiner Tisch mit Steckdose und gutem Licht kann für eure Stylistin wichtig sein; fragt nach den tatsächlichen Anforderungen. Wenn eine Person bereits fertig ist, während die andere noch eine längere Vorbereitung vor sich hat, braucht es außerdem keinen gemeinsamen Wartedienst. Ein kurzer Spaziergang oder ein Frühstück mit Freunden darf dazugehören, auch wenn ihr grundsätzlich zusammen startet.

Getrennte Räume brauchen einen gemeinsamen Plan

Wenn ihr euch an verschiedenen Orten vorbereitet, entstehen zusätzliche Wege. Klärt, wer die Kleidung, Ringe und persönlichen Dinge bei sich hat und wie ihr anschließend zur Trauung kommt. Auch Blumenlieferung und Stylingteam müssen wissen, welche Adresse gemeint ist. Das klingt weniger romantisch als zwei parallele Vorbereitungen im Hochzeitsfilm, erspart aber die Suche nach einem Manschettenknopf im falschen Stadtteil. Haltet die Absprachen im Tagesablauf fest und gebt sie den Menschen, die euch begleiten. Ihr selbst müsst den Transportdienst nicht übernehmen.

Entscheidet, ob eure Kleidung eine Überraschung bleiben soll

Zusammen zu frühstücken bedeutet noch nicht, dass ihr euch beim Anziehen zusehen müsst. Ihr könnt einen gemeinsamen Anfang wählen und euch anschließend in verschiedene Räume zurückziehen. Umgekehrt dürft ihr den kompletten Morgen teilen, einschließlich Reißverschluss und Krawattenknoten. Wenn ihr das fertige Outfit erst bei der Trauung zeigen möchtet, müssen Wege und Türen entsprechend organisiert werden. Überlegt dabei, ob euch diese Überraschung wirklich wichtig ist. Es wäre schade, den halben Vormittag hinter einem Vorhang zu verbringen, nur weil niemand ausgesprochen hat, dass euch das gemeinsame Anziehen eigentlich besser gefällt.

Eure Begleitung verändert die Stimmung

Gemeinsam mit dem Partner und gemeinsam mit zehn weiteren Menschen sind zwei sehr unterschiedliche Vorbereitungen. Besprecht, wen ihr tatsächlich dabeihaben möchtet und wer wann dazukommt. Eine Person kann sich mit vielen Stimmen wohlfühlen, die andere braucht morgens Ruhe. Dafür lassen sich Zeitfenster oder separate Bereiche vereinbaren. Ihr müsst aus dieser Entscheidung keinen Familienentscheid mit Stichwahl machen. Beim bestehenden Beitrag über typische Getting-Ready-Fehler geht es um die praktischen Stolperstellen. Hier zählt zuerst, welche Gesellschaft euch in diesen Stunden guttut.

Das Fototeam kann nicht gleichzeitig überall sein

Möchtet ihr beide Vorbereitungen fotografisch begleiten lassen, sprecht über Räume, Entfernungen und die gebuchte Begleitdauer. Bei zwei benachbarten Zimmern lassen sich andere Abläufe planen als bei zwei Wohnungen am anderen Ende der Stadt. Eine zweite fotografierende Person kann eine Möglichkeit sein, ist aber keine automatische Voraussetzung für schöne Erinnerungen. Entscheidet, welche Szenen euch wichtig sind, und lasst euch erklären, was mit dem vereinbarten Team machbar ist. Ihr braucht keine nachgestellte Ankleideszene, nur damit die Bilderanzahl auf beiden Seiten gerecht wirkt.

Auch ein halber gemeinsamer Morgen ist eine ganze Entscheidung

Eine Mischform kann gut passen: zusammen aufwachen, gemeinsam essen, getrennt zum Styling und beim Ankleiden wieder zusammentreffen. Oder ihr startet getrennt und seht euch erst an der Trauung. Das ist unabhängig davon, ob ihr zuvor gemeinsam oder getrennt geschlafen habt. Geht euren Wunschmorgen einmal in Gedanken durch, vom Aufstehen bis zur Abfahrt. Wo fühlt er sich angenehm an, wo wird er unnötig kompliziert? An genau diesen Stellen könnt ihr vereinfachen, ohne auf etwas verzichten zu müssen, das euch wichtig ist.

Lasst Platz für einen normalen Moment

Nicht jede Minute der Vorbereitung muss nach Hochzeitsmorgen aussehen. Ihr dürft still frühstücken, über den Wetterbericht sprechen und dabei ziemlich gewöhnliche Socken tragen. Vielleicht ist die schönste Erinnerung später, dass euch jemand ein Brot geschmiert hat, während ihr noch nach Worten gesucht habt. Plant eure Vorbereitung so, dass solche Kleinigkeiten möglich bleiben. Dann beginnt eure Hochzeit weder gemeinsam noch getrennt auf die vermeintlich richtige Art. Sie beginnt auf eine Art, die ihr beide gern erlebt.

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