BRAUTMAID MAGAZIN · Beauty
Brautstyling mit Brille: Euer Lieblingsaccessoire darf bleiben

Nehmt eure tatsächliche Brille zur Beratung mit
Ein Foto der Fassung ist zur Vorbereitung hilfreich, ersetzt aber nicht das Aufsetzen beim Termin. Bringt die Brille mit, die ihr zur Hochzeit tragen möchtet, und zeigt sie bereits im ersten Gespräch. Falls ihr noch über eine andere Fassung nachdenkt, sagt das deutlich. Ein fertiges Styling lässt sich mit einer später gewählten Brille möglicherweise anders beurteilen. Ihr braucht allerdings keine neue Brille, nur weil ihr heiratet. Eure vertraute Fassung kann genau richtig sein. Der Termin soll euch helfen, eure Entscheidung im gesamten Look zu sehen, statt euch zunächst ein zusätzliches Hochzeitsaccessoire verkaufen zu müssen.
Beginnt bei dem Gesicht, das ihr kennt
Erzählt eurer Stylistin, welche Rolle die Brille in eurem Alltag spielt. Tragt ihr sie ständig, wechselt ihr zwischen Fassungen oder setzt ihr sie nur gelegentlich auf? Besprecht außerdem, wie geschminkt ihr euch normalerweise wohlfühlt. Ein auffälligeres Augen-Make-up muss nicht automatisch die Antwort auf eine markante Fassung sein. Vielleicht gefällt euch gerade ein ruhiges Zusammenspiel. Beim Braut-Make-up zur Probe geht es darum, das Ergebnis an euch auszuprobieren. Setzt die Brille währenddessen wiederholt auf, damit ihr euch nicht erst am Ende mit einer völlig anderen Wirkung überrascht.
Probiert die Frisur mit aufgesetzter Brille
Bügel, Haare und Schmuck treffen rund um Ohren und Schläfen aufeinander. Deshalb sollte die Brille auch beim Probieren der Frisur dabei sein. Bewegt den Kopf, setzt sie vorsichtig ab und wieder auf und schaut, ob das im vorgesehenen Styling gut funktioniert. Wenn ihr offene Strähnen oder einen seitlichen Schwung möchtet, prüft deren Wirkung zusammen mit der Fassung. Die allgemeinen Hinweise zur Auswahl eures Friseurs und eurer Hochzeitsfrisur bleiben dafür eine gute Grundlage. Ein schönes Bild im Spiegel sollte auch dann noch angenehm sein, wenn ihr später jemanden umarmt oder euch zum Essen setzt.
Schmuck und Fassung dürfen miteinander sprechen
Legt eure geplanten Ohrringe und den Halsschmuck bereit und probiert sie mit der Brille an. Es gibt keine feste Regel, nach der eine auffällige Fassung automatisch kleine Ohrringe verlangt. Entscheidend ist, was euch im gesamten Look gefällt und wie sich die Stücke zusammen tragen. Manchmal ergibt sich eine Verbindung über eine Farbe, manchmal gefällt gerade der Unterschied. Unser Beitrag über Brautschmuck neben dem Ehering zeigt die verschiedenen Möglichkeiten. Für euren Termin ist vor allem hilfreich, die tatsächlich vorgesehenen Stücke zusammenzubringen. Aus einzeln ausgesuchten Lieblingsaccessoires entsteht nicht immer sofort dieselbe gemeinsame Wirkung.
Beurteilt den Look mit etwas Abstand
Schaut euch nicht ausschließlich aus nächster Nähe am Schminkspiegel an. Geht einen Schritt zurück und prüft die Wirkung zusammen mit Ausschnitt und Frisur. Wenn möglich, seht ihr das Styling auch bei einer anderen Beleuchtung als direkt am Arbeitsplatz. Ein einfaches Erinnerungsfoto kann euch beim späteren Vergleich helfen, ist aber keine Vorschau auf sämtliche Hochzeitsbilder. Besprecht Wünsche zur fotografischen Begleitung mit eurem Fotografen, statt aus einem Handybild allgemeine Regeln über Brillen abzuleiten. Ihr müsst keine perfekte Pose einüben. Wichtig ist, dass ihr euch mit der Brille im fertigen Look gern bewegt und ansehen mögt.
Prüft den Sitz unabhängig vom Make-up
Wenn die Fassung schon im Alltag rutscht oder drückt, sprecht rechtzeitig mit eurem Optikbetrieb über eine passende Einstellung. Das Stylingteam ersetzt diese Anpassung nicht. Klärt außerdem, wie ihr die Brille während des Stylings geschützt ablegt und wer ein geeignetes Etui bereithält. Die vertrauten Hilfsmittel zur Reinigung könnt ihr nach den Hinweisen eures Optikbetriebs einpacken. Das sind kleine Dinge, die am Hochzeitstag angenehm praktisch werden. Ihr möchtet die Brille nach dem Styling einfach aufsetzen können und nicht gleichzeitig nach einem sicheren Ablageplatz, einem Tuch und der Person suchen, die sie gerade weggeräumt hat.
Haltet fest, was bei der Probe funktioniert hat
Notiert, welche Kombination aus Brille, Haaren, Schmuck und Make-up ihr vereinbart habt. Wenn sich bis zur Hochzeit etwas davon ändert, gebt eurem Stylingteam Bescheid. Auch ein anderer Haarschmuck oder ein neues Paar Ohrringe kann einen erneuten Blick auf das Zusammenspiel sinnvoll machen. Plant beim Hochzeitstermin genug Zeit ein, um die Brille im fertigen Look aufzusetzen und euch in Ruhe anzusehen. Ihr müsst nicht im letzten Moment jedes Detail neu bewerten. Ihr wollt nur prüfen können, dass die gemeinsam vorbereitete Vorstellung tatsächlich so umgesetzt wurde, wie ihr sie gern tragen möchtet.
Euer Hochzeitslook darf sofort nach euch aussehen
Vielleicht ist die Brille ein unauffälliger Begleiter, vielleicht euer deutlichstes Accessoire. Beides ist als Ausgangspunkt gut. Niemand muss sie aus dem Styling herausdenken, nur weil auf vielen Inspirationsbildern Menschen ohne Brille zu sehen sind. Sucht lieber Bilder, an denen euch konkrete Details gefallen, und besprecht, wie ihr sie auf euren Look übertragen möchtet. So wird aus einer Vorlage eure eigene Entscheidung. Am Ende sollt ihr euch ansehen und denken können: Das passt zu mir. Dafür darf die Brille genau dort bleiben, wo sie auch an vielen anderen wichtigen Tagen sitzt.


